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"Gesünder leben dank Handarbeit"

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Handarbeiten verbindet. Egal ob im Zug, im Hörsaal, beim Entspannen im Park, während der Pause im Büro oder in einem Strickkurs – durch Handarbeiten haben wir sofort ein Gesprächsthema und lernen so neue und interessante Menschen kennen. Die Forschungsarbeit von Dr. Jaleel zeigt, dass Handarbeiten in einer Gemeinschaft das Glücksgefühl zusätzlich steigern kann. Gerade für Frauen ist Handarbeit zusammen mit Freunden und Gleichgesinnten besonders entspannend. In Dänemark ist dies schon längst bekannt, denn von dort stammt der Begriff „hygge“, was so viel wie Gemütlichkeit und Zufriedenheit bedeutet. Wir machen es uns „hyggelig“ heißt beispielsweise, es sich gemeinsam bei einem Strickabend gemütlich zu machen, um der hektischen Welt einmal zu entfliehen und Ruhe zu finden. Schnell ist das Eis gebrochen und man findet gemeinsame Themen und Interessen. Der Austausch belebt, man lernt neue Techniken, erweitert den eigenen Horizont und ist schnell dabei, das nächste Projekt zu entwerfen. Der Austausch mit Gleichgesinnten in einer entspannten Atmosphäre, sich gegenseitig inspirieren, einander helfen können, das Gefühl verstanden zu werden usw., all das gibt uns Geborgenheit und Selbstbestätigung. Das Wunderbare an Handarbeiten ist, dass es für alle geeignet ist, egal ob jung oder alt. Das verstaubte Image der Handarbeit ist längst abgelegt, denn Handarbeiten ist hip und liegt voll im Trend. Auch Männer greifen immer häufiger zur Häkel- oder Stricknadel. Eine der bekanntesten Aktionen „hombres tejedores“ (Strickende Männer) zeigt, dass Stricken nicht nur eine Leidenschaft ist, sondern auch ein Weg, eine Gesellschaft zu fördern, die toleranter und weniger machohaft ist.